Mit jedem Kapitel dieses Kurses wird es deutlicher: Noten sind die Sprache der Musik. Noten sind immer eindeutig. Was aber, wenn wir gar nicht sprechen wollen? Was ist, wenn wir in unserem Stück "schweigen" müssen? Dann machen wir eben Pause. "Pause", so heißen auch die Zeichen, die genau das bewirken: Für eine bestimmte Zeit, also eine bestimmte Anzahl von Schlägen, wird nicht gespielt.
In diesem Kurs lernen Sie die ganze Pause
,
die halbe Pause
und die Viertelpause
kennen.
Kommen Ihnen die Bezeichnungen der Pausen auch so bekannt vor?
Richtig! Die Pausen werden genauso bezeichnet, wie die Noten. Die ganze Pause hat vier oder drei Schläge (je nach Taktart, dazu später mehr) , die halbe Pause zwei und die Viertelpause einen Schlag. Anders jedoch als bei den Noten sind die Pausen fest auf den Notenlinien. Die ganze Pause ist ein schwarzer Balken und hängt immer an der vierten Linie. Die halbe Pause, ist ebenfalls ein schwarzer Balken und liegt auf der dritten Linie. Die Viertelpause wird quer zu den Linien geschrieben.
Um die Viertelpause zu schreiben drehen Sie das Notenblatt quer und schreiben einfach ein lang gezogenes "r".

Das Wort "Oktave" stammt aus dem Lateinischen Octa = Acht. Als eine Oktave bezeichnet man den Tonabstand zwischen zwei Tönen mit gleichem Notennamen. Man nennt diese Tonabstände auch Intervalle. Wir wissen bereits, dass die Notennamen aus dem Alphabet abgeleitet sind. A, b, c, d, e, f, g, h, i, j, STOP! Es gibt ja nur die Namen a-g bzw. c-h. Was kommt danach? Antwort: Die selbe Folge.
Wie Sie sehen, ist die Folge c d e f g a h genau sieben Töne lang. Der achte Ton ist wieder ein c. Daher kommt die Bezeichnung Oktave. Wenn doch aber alle acht Töne der selbe Notenname auftaucht, wäre zumindest in der gesprochenen Sprache die Bezeichnung nicht mehr eindeutig. Deswegen wurden die unterschiedlichen Oktavlagen der Töne durchnummeriert. Diese Nummerierung ist in einigen Gebieten der Welt unterschiedlich. In diesem Kurs sei nur die in Deutschland übliche Weise angegeben. Ausgehend vom c auf der ersten Hilfslinien unter der Notenzeile im Violinschlössel, dass man als c1 oder auch als c' (sprich: "ce eins" oder eingestrichenes c) bezeichnet, werden die Oktaven nach oben aufwärts gezählt. Bei dem nächsthöheren c beginnt die zweigestrichene Oktave c2, d2, e2, etc. oder auch c'', d'', e'', etc.
Nach unten geht es wie folgt weiter:
Nach dieser Oktave werden die Noten mit Großbuchstaben bezeichnet. Darunter C', darunter C'' und so weiter...
Somit kann man (zumindest in Deutschland) Noten auch durch Namen eindeutig identifizieren. In der Notenschrift selber erledigen dies ja die Lage der Noten und die Notenschlüssel.