Um Noten niederschreiben zu können wurden im Mittelalter die Notenlinien entwickelt.
Diese bestehen aus jeweils fünf parallelen Linien mit gleichem Abstand. Noten können sowohl auf den Linien notiert werden, als auch in den Zwischenräumen, die sich durch die fünf Linien ergeben.
Durch die Lage der Noten auf bzw. zwischen den Linien ergibt sich die Tonhöhe. Ist die Note z.B. auf der unteren Linie notiert, so ist diese Note (relativ) tief. Noten, die höher notiert werden, sind hingegen höher. Somit ergibt sich folgende Beziehung: Je höher eine Note auf der Notenlinie steht, desto höher ist der entsprechende Ton.
Eine Notenlinie hat nur einen bestimmten Tonumfang:
Die tiefste Note befindet sich unmittelbar unter den fünf Linien:

...die höchste Note liegt unmittelbar darüber:

Auf Grund dieser Tatsache kann man in einer Notenzeile nur 11 Noten unterschiedlicher Tonhöhe notieren.
Da es jedoch theoretisch unendlich viele Noten gibt (verwendet werden nur die Noten, deren Frequenz im hörbaren Bereich liegt) benötigte man eigentlich wesentlich mehr Linien. Das Fünfliniensystem ist jedoch wesentlich übersichtlicher als z.B. zwanzig parallele Linien und wir behelfen uns einfach mit ein paar Tricks:
Um den Tonraum einer Notenzeile kurzfristig auszudehnen, bedienen wir uns der Hilfslinien. Das sind kurze Linien, die parallel und im selben Abstand zu den Notenlinien gezeichnet werden. Es werden quasi eine oder mehrere Linien hinzugefügt. Wie auch bei den eigentlichen Notenlinien können Noten sowohl auf, als auch zwischen den Hilfslinien liegen. In dem folgenden Beispiel sehen Sie einige Hilfslinien:

Im Normalfall reichen zwei, maximal drei, Hilfslinien für die normale Notation aus.

Um dauerhaft Noten in einer anderen Tonlage zu notieren bedienen wir uns eines anderen Tricks: mit Hilfe zusätzlicher Zeichen, die der Musiker "Notenschlüssel" nennt, werden die Notenlinien quasi geeicht. Ein und derselbe Ton liegt dann auf unterschiedlichen Linien, je nach dem, welcher Notenschlüssel vorweg steht. Die vier wichtigsten Notenschlüssel werden als
Violinschlüssel |  |
Altschlüssel |  |
Tenorschlüssel |  |
Bassschlüssel |  |
bezeichnet.
Die am wohl häufigsten verwandten Schlüssel sind der Violin- und der Bassschlüssel.
Des Öfteren liest man noch andere Bezeichnungen für diese Notenschlüssel. So wird der Violinschlüssel auch "G-Schlüssel" genannt, weil der "Kringel" die Linie markiert, auf der bei ihm das g1 liegt. Den Bassschlüssel nennt man auch "F-Schlüssel", da die zwei Punkte die Linie einrahmen, auf der das f liegt, usw.
In diesem Kurs gehen wir nur auf den Violinschlüssel ein.
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