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Willkommen in der Welt der Musik!

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Da Musik eine rhythmische Angelegenheit ist, reicht ein einfaches Niederschreiben vieler Noten hintereinander nicht aus! Es muss ja sicher gestellt werden, dass jeder Mensch der Noten lesen kann durch diese alle Informationen bekommt, die er zum Spielen braucht. Es wird deutlich, dass durch das Aneinanderreihen vieler Noten noch keine Aussage über Betonungen, Rhythmus, Spielweise, etc. gegeben wird. Alle diese Dinge werden wir in diesem bzw. in den Folgekursen besprechen. Wenden wir uns zunächst den Voraussetzungen für den Rhythmus zu:

Takte

Das Wort Takt stammt von dem lateinischen Wort tactus = Schlag. Im heutigen Gebrauch wird es anders benutzt. Als Takt bezeichnet man heute eine Gruppe von Schlägen. Ein Takt wird von einem anderen durch senkrechte Striche getrennt. Diese Striche nennt man Taktstriche.

Es ist unabdingbar festzulegen welchen Rhythmus die geschriebenen Noten haben. Vergleichen Sie nur einmal einen Walzer und einen Tango! Etwas ist dabei viel entscheidender als die Spielweise:

Taktart

Zu Anfang des Musiksückes wird die Taktart festgelegt. Ändert sie sich im Laufe des Stückes, so wird die neue Taktart im Musikstück angegeben.

Das ganze sieht mit Noten gefällt zum Beispiel so aus:

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Der Viervierteltakt

Die wohl häufigste Taktart ist der Viervierteltakt (oder auch 4/4-Takt). Die Bezeichnung klingt nach Mathematik? Richtig, Sie werden feststellen, dass viele Dinge in der Musik mathematisch zu erklären sind. Doch keine Angst jetzt brauchen wir nur einfache Grundlagen. Sie erinnern sich sicherlich noch ein wenig an die Bruchrechnung, oder? 4/4 bedeutet das man vier mal jeweils ein Viertel von etwas hat. Aber 4/4 ergibt doch eins also warum kürzen wir nicht? Antwort: Wir brauchen diese Angabe eben in dieser Form! Der Nenner (die untere Zahl) gibt an, dass wir Viertelnoten meinen und der Zähler (die obere Zahl) gibt an wie viele, nämlich vier. In der Notenschrift sieht das ganze so aus:

Was hat es mit dieser Bezeichnung auf sich? Ganz einfach: Im 4/4-Takt passen in jeden Takt vier Viertelnoten. Danach folgt ein Taktstrich und der nächste Takt beginnt.

Dabei ist es letzten Endes egal, welche Noten nun effektiv in einem Takt stehen. So kann eine ganze Note einen Takt genauso fällen, wie zwei halbe Noten, vier Viertelnoten oder ein Mix daraus. Wichtig ist, dass die Anzahl der Schläge immer genau vier Viertelnoten entsprechen muss. Nicht weniger nicht mehr.

Sie haben in diesem Kurs des öfteren folgende Bezeichnung gesehen:

Dieses "C" bedeutet nichts anderes als Viervierteltakt.

Wir stellen also fest, dass

genau dasselbe ist, wie.

 

Wir werden im diesem und den folgenden Kursen bis auf wenige Ausnahmen nur das "C" antreffen.

Der Dreivierteltakt

Eine weitere wichtige Taktart ist der ¾-Takt, oft auch als Walzertakt bezeichnet. In dieser Taktart können nur drei Viertelnoten stehen.

oder zum Beispiel

Achtung: Eine im Dreivierteltakt notierte ganze Pause hat nur DREI Schläge

Die Taktzeiten

Sie haben gelernt was ein Takt ist. In einem Takt gibt es, je nach Taktart, verschiedene Taktzeiten. Im 4/4-Takt haben wir dementsprechend vier Taktzeiten. Diese sind Taktzeit 1, 2, 3 und 4. Die Taktzeit 1 beginnt unmittelbar nach dem Taktstrich.

Stellen Sie sich vor die Taktzeiten seien Wasserkrüge. In jeden Krug passt ein Viertelliter Wasser. Eine Viertelnote ist jetzt anschaulich ein solcher Viertelliter. Nach dem Taktstrich füllt man mit der ersten Viertelnote den ersten Krug, die Taktzeit 1. Es beginnt die Taktzeit 2. Nehmen Sie nach einem Taktstrich eine halbe Note, die in unserem Beispiel einem halben Liter Wasser entspricht, so füllt diese nicht nur den ersten Krug, die Taktzeit 1, sondern auch die Taktzeit 2. Das folgende Beispiel verdeutlicht das Zählen der Taktzeiten:

Jetzt wird auch klar, warum nur genau vier Viertelnoten in einen Takt passen. Diese ergeben zusammen einen Liter Wasser und in den Takt passt nur genau ein Liter Wasser.

Tipp

Man kann zum besseren Verständnis eines Stückes die Taktzeiten, wie ich es hier als Erläuterung getan habe, unter die Noten schreiben.

Betonungen

Innerhalb eines Taktes werden die Noten unterschiedlich betont. Grundsätzlich wird die Taktzeit 1 betont.


Desweiteren wird im Viervierteltakt noch die Taktzeit 3 betont.

 

Tempo

Wir wissen jetzt schon die meisten Dinge um einfache Noten zu spielen. Nur noch nicht, wie schnell das Stück gespielt werden soll. Das verrät uns eine Tempoangabe am Anfang des Stückes. Links oben steht ein Notenwert gefolgt von einem Gleichheitszeichen und einer Zahl.

Der Notenwert bezieht sich auf die Taktart. So wird bei einem Stück im Drei- oder Viervierteltakt immer eine Viertelnote stehen. Im Zweihalbetakt (2/2-Takt) steht anstelle der Viertelnote eine halbe. Die Zahl gibt die "beats per minute" (bpm), also die Schlägen pro Minute an. Zusammen ergibt sich auf eine Minute bezogen das Tempo des Stückes. In der Abbildung sehen Sie, dass sechzig Viertelnoten pro Minute gespielt werden. Das entspricht einer Viertelnote pro Sekunde.

Tipp

Um das Tempo beim Spielen einhalten zu können empfiehlt sich die Anschaffung eines Metronoms. Das ist ein Gerät, dass ähnlich wie eine Pendeluhr einen Klick-Laut produziert. Die Anzahl der Klicklaute pro Minute ist einstellbar und entspricht dem Tempo.

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